Das Abenteuer in den Rocky Mountains

Nach meinem Lehrabschluss wollte ich wieder ein bisschen zur Ruhe kommen und von Allem ein wenig Abstand gewinnen, bevor ich definitiv in das Berufsleben einsteigen sollte.

Die Abenteuerreise von Tiberwolves Tours  war für mich das ideale Erlebnis. Mit einer Gruppe von ca. 12 Personen, erkundeten wir die Natur, genossen die Ruhe der Wälder, bestaunten die sagenhaften Ausblicke auf die Rocky Mountains, die Seen und Gletscher im Westen Kanadas.

Dabei startete die Reise in Calgary, führte uns durch drei verschiedene Nationalparks und schlussendlich in die Wildnis bis hin zu Edmonton.

Wenn du nur die bleibenden Eindrücke ansehen möchtest, gelangst du hier zur Bildergalerie.

Wandern in den Wäldern Kanadas

Im ersten Teil dieser Reise entdeckten wir auf den verschiedenen Wanderungen die Schönheit der Natur von Kanada.

Wir übernachteten jeweils zwei bis drei Tage in einem der folgenden drei Nationalparks und fuhren von dort aus mit einem Kleinbus zu den Tages- und Halbtagswanderungen.

  • Banff National Park
  • Yoho National Park
  • Jasper National Park

Übernachtungen

Um die kanadische Wildnis in ihrer vollen Pracht zu erleben, haben wir in den Nationalparks gezeltet. So wurde uns am ersten Tag auch gleich gezeigt wie ein Zelt aufgebaut wird. Bis auf den Schlafsack und eine Isomatte wurde uns das ganze Equipment zur Verfügung gestellt.

Für die einen ist das Zelten kein grosses Ding, für mich war es jedoch eine ziemliche Herausforderung. Doch es gibt nichts an das man sich nicht gewöhnt. Nach den ersten zwei Nächten war es nicht mehr ganz so schlimm… 😉

Eindrücke zu den Wanderungen

Kanutour auf dem Athabasca River

Am neunten Tag der Reise teilte sich die Gruppe, da nicht alle die anschliessende Kanutour gebucht hatten. So genossen wir vormittags unsere letzte gemeinsame Wanderung, bevor uns unser Guide zur Vorbereitung auf den Kanutrip nach Alberta zu den Foothills brachte.

Am Nachmittag gab es ein Kanutraining auf einem kleinen See. Es wurden uns einfache Manöver beigebracht und gezeigt, wie wir uns im Kanu fortbewegen können.

Das Abenteuer auf dem Athabasca River kann beginnen

Am nächsten Morgen packten wir wie üblich unser Zelt zusammen und befüllten unsere Kanus mit den nötigsten Dingen. Unser restliches Gepäck wurde abgeholt und zwischengelagert.

Bevor das Abendteuer endgültig los ging, wurden wir nochmals instruiert.

  • Um Mittag zu essen würden wir jeweils an Land gehen.
  • Sobald wir unsere tägliche Strecke von ca. 40 km zurückgelegt hätten, würden wir an einer geeigneten Stelle unsere Zelte aufzuschlagen.
  • Wenn unser Guide zwei Mal mit der Trillerpfeife pfeife, gäbe es eine „Pipi-Pause“.
  • Wenn man „gross“ müsse, solle man sich die Schaufel schnappen und ein Moos-Plätzchen suchen. Dort ein Loch schaufeln, sein Geschäft verrichten und danach das Loch mit dem Moosdeckel wieder schliessen.

Die Challenge

Ich teilte mein Kanu mit meinem Freund. Er war unser „Motor“ (paddelte im vorderen Teil des Kanus) und ich steuerte das Kanu im hinteren Teil.

Ziemlich schnell mussten wir feststellen, dass das Steuern und Paddeln nicht so einfach war wie auf dem See. Die Strömungen und die vielen kleinen Inseln, die wir umfahren mussten, forderten uns und unsere Beziehung ganz schön heraus.

Zudem wussten wir, dass der erste Abschnitt noch der einfachste sein und es von Tag zu Tag schwieriger werden würde. Nach einigen extra Tipps von unserem Guide bekamen wir das „fahren“ in den Griff und konnten bereits am ersten Abend über die angespannte Situation auf dem Fluss lachen.

Die nächsten Tage hatten wir den Dreh raus und kämpften uns mit Muskelkater und Blasen an den Händen durch die Stromschnellen und den immer wilder werdenden Fluss.

Verpflegung

Alle Lebensmittel die wir für die paar Tage der Kanutour benötigten, waren in wasserdichten Tonnen verstaut und auf den einzelnen Kanus verteilt.

Erstaunlicherweise war das Essen sehr abwechslungsreich und unsere Guide hatte viel Freude mit uns gemeinsam zu kochen und uns zu zeigen, wie das Leben in der Wildnis sein kann.

Im Vergleich zum ersten Teil der Reise, kochten wir auch Mittags. Ich war heil froh darüber, denn ich hätte keine Sandwiches zum Lunch mehr herunter gebracht.

Eindrücke zum Kanutrip

Reisezeit

Die empfohlene Reisezeit ist von Juni bis Mitte September.
Wir reisten Ende August bis Anfangs September.

Obwohl dies Sommermonate sind, ist in den Rockys das Klima eher kühl. Also sollte man sich nicht auf die üblichen Sommerferien einstellen und entsprechend warme Kleidung einpacken. Denn morgens ist es um den Nullpunkt doch eher winterlich.

Fazit und Empfehlungen

Wenn ich heute an die Reise zurückdenke und die Bilder ansehe, werde ich jedes Mal wehmütig.

Auch wenn ich mich zu Beginn der Reise schwierig getan habe, mich an das Reisen in einer Gruppe und das Campen zu gewöhnen, würde ich es heute trotzdem nochmals machen.

Die Reise empfiehlt sich für jeden der…

  • das Abenteuer sucht.
  • Kanada auf eine authentische Weise kennen lernen möchte.
  • die Natur liebt und erleben möchte.
  • sich gerne bewegt.

Für diejenigen die gerne Wandern, aber nicht unbedingt campen möchten, gibt es das Reiseangebot auch mit Hotelübernachtungen. Den Kanutrip gibts allerdings nur mit Übernachtungen im Zelt.

Wir haben damals die Reise über Globetrotter gebucht. Wenn du die Reise direkt über Tiberwolves Tours buchst und dich selbst um den Flug kümmerst, fährst du ein wenig günstiger.